Wenig Interesse in Sachen EnergieausweisWie die Studie Marktmonitor Immobilien 2011, durchgeführt vom Portal immowelt.de, zeigt, setzt sich der Energieausweis nicht richtig auf dem Immobilienmarkt durch. Nur knapp die Hälfte der am Immobilienkauf interessierten Menschen fragen offenbar beim Besichtigungstermin nach diesem Ausweis, bei Mietern sollen es nur etwa 30 Prozent sein. Zwar spielt der Studie zufolge der Energiestandard des in Augenschein genommenen Objekts eine große Rolle, den Ausweis jedoch lässt sich lang nicht jeder Interessent zeigen. Dass die Quote bei Kaufinteressierten höher ist, liegt auf der Hand: Je niedriger die Standards, die ja im Energieausweis vermerkt sind, desto umfangreicher und somit teurer werden Sanierungen nach dem Kaufakt. 44 Prozent der befragten Makler gaben demnach an, den Energieausweis als Verkaufsargument im Exposé aufzuführen. Für viele Käufer ist der Objektzustand, wie er sich dem Auge offenbart, scheinbar das sicherste Argument. Sie meinen, auf diese Weise sofort erkennen zu können, wie es um den Sanierungsstatus bestellt ist – was natürlich oft zu Trugschlüssen führt. Bei den Interessenten, die sich für das Anmieten eines Objekts interessieren, ist diese Vorgehensweise noch viel verbreiteter. Und weil nur – wie beschrieben – etwa 30 Prozent aller mietinteressierter Menschen nach dem Ausweis fragen, führen ihn auch nur 32 Prozent aller mit der Vermietung beauftragten Makler im Exposé auf. Der technische Standard einer Heizung oder die Frage nach Wärmeschutzverglasung bei Fenstern ist für Mieter ungleich wichtiger. Denn es sind dies eben jene Einflüsse, die sich über die Nebenkosten direkt auf die Miete auswirken. Auch bei den potenziellen Mietern spielt der Verlass aufs eigene Auge bei der Besichtigung die wesentlich größere Rolle, heißt es in der immowelt.de-Studie. Dabei ist es für jeden Immobilienbesitzer sehr leicht einen Energieausweis online erstellen zu lassen. Das ist kostengünstig und unkompliziert und man ist auf der sicheren Seite. |

