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Die Umsätze bei Spitzenobjekten steigen nach wie vor

Wer ein bisschen Geld übrig hat und seiner Bank, dem Euro oder irgendwelchen Fonds nicht wirklich über den Weg traut, dem bleibt kaum etwas anderes übrig, als zu investieren. Edelmetalle stehen dabei derzeit sehr hoch im Kurs, aber trotz zunehmender Meldungen über eine drohende Immobilienblase bleiben auch Häuser begehrte Investitionen. Und oft sind es nicht irgendwelche Häuser.

 

Für 2011 lassen sich naturgemäß nur Prognosen treffen, doch für 2010 sind die Zahlen aussagekräftig genug und vor allem sind sie gesichert. Im Luxussegment der Wohnungen wechselten im letzten Jahr deutlich mehr Objekte den Besitzer als noch 2009. Insbesondere Eigentumswohnungen lagen hier im Trend. In den sieben größten deutschen Städten – Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf – stieg die Zahl der Verkaufsfälle um etwa 36 Prozent. Dass der Umsatz gleichzeitig um mehr als 50 Prozent zunahm, lässt den Schluss zu, dass immer luxuriösere Objekte nachgefragt worden sind. Und noch etwas verraten diese Zahlen – die Landflucht nimmt immer weiter zu. Das manifestiere sich darin, dass erstmals „mehr Eigentumswohnungen als Häuser in diesem Preissegment verkauft wurden“, sagte Unternehmenschef Björn Dahler vom Hamburger Maklerhaus Dahler & Company.

Man führe die „große Nachfrage vor allem auf die anhaltende Unsicherheit an den internationalen Kapitalmärkten, auf die befürchtete Euro-Krise und die Gefahr steigender Inflationsraten zurück“, so Dahler gegenüber der Zeitung „Die Welt“. Und der Trend, er halte an, sagte er weiter. Seit etwa fünf Jahren steigen die Umsätze mit Immobilien im Luxussegment.

Die meisten Gelder für Eigentumswohnungen würden nach wie vor in Hamburg und München investiert, wobei die bayrische Metropole die Elbcity hinter sich lässt. Die prozentual größten Zuwächse allerdings verzeichneten 2010 die Märkte in Berlin, Köln und Stuttgart. Bemerkenswert ist laut Dahler besonders die Bewegung auf dem Berliner Markt: die Nachfrage nach Wohnungen im Wert von mehr als zwei Millionen Euro sei im Jahr 2010 im Vergleich zum Schnitt der Vorjahre um etwa 600 Prozent gestiegen.