Nun auch in Frankfurt: Geplante Flugroutenänderung geht zu Lasten der PreiseWas in Berlin derzeit Thema Nummer eins ist, nämlich der Ausbau des Flughafens BBI und die damit einher gehenden Änderungen der Flugrouten, der Protest der Anwohner sowie die sinkenden Immobilienpreise im Flugkorridor, wird nun auch in Frankfurt (Main) zur heißen Kiste. Wie in der Hauptstadt ist auch für das Rhein-Main-Gebiet geplant, die Flugrouten nach und von Frankfurt zu ändern. Vor allem für die rheinland-pfälzische Hauptstadt Mainz und einige Gemeinden in deren Umland dürften die Änderungen einen nachhaltigen Einsturz der Immobilienwerte nach sich ziehen.Nach Informationen des DEAL-Magazins würden in den „begehrten Stadtteilen der Landeshauptstadt wie Hechtsheim, Laubenheim, Drais und Weisenau“ die Preise wohl stabil bleiben können, selbst wenn der Fluglärm ein wenig zunehme, dies gelte allerdings nicht in Gemeinden, in denen die Nachfrage nach Immobilien wegen der „schlechteren Infrastruktur“ sowieso schon geringer sei. Der zusätzliche Fluglärm könnte „beispielsweise in Nackenheim, Lörzweiler, Harxheim und Gau-Bischofsheim in den nächsten Monaten die Immobilienpreise um fünf bis zehn Prozent“ absenken, so Stephan Trautmann, Vorstand des Immobilienverbands IVD-West für Rheinland-Pfalz, gegenüber DEAL. Wenn im Oktober die neue Frankfurter Landebahn Nordwest den Betrieb aufnimmt, soll von den Maschinen über eine Südumfliegung angesteuert werden. Das würde bedeuten, dass pro Tag zusätzlich 120 Flugzeuge in Frankfurt starten und landen könnten, allerdings heißt das auch, dass über Rheinhessen und der Metropolregion Mainz ein weitaus dichterer Flugverkehr stattfindet, als es heute der Fall ist. Viele Immobilieneigentümer der Region setzen nun darauf, dass die Preise nicht gleich um fünf oder gar zehn Prozent in den Keller gehen: Sie hoffen, dass die modernen Jets bei Starts und Landungen unter dem Strich deutlich weniger laut sind. Allerdings wird es wohl ein Weilchen dauern, bis die älteren Flugzeuge allesamt ausrangiert sind. Über dem Rhein-Main-Gebiet dürfte es also auf lange Sicht so oder so ein wenig leiser zugehen als bisher. Kurzfristig betrachtet und für die Entwicklung der Immobilienpreise in der Region ist das nicht besonders relevant. |

