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Die Ausstattung einer Kaufimmobilie ist für den Preis ebenso entscheidend wie die Lage

Noch immer sind die Zinsen niedrig und die Preise somit insgesamt vorteilhaft für diejenigen, die den Kauf einer Immobilie in Erwägung ziehen. Doch als Indikator für den tatsächlichen Kaufpreis allein taugt das nicht, es kommt natürlich seit jeher darauf an, wo das Haus oder die Eigentumswohnung liegt.

In einem Versuch hat die Zeitschrift „Finanztest“ nun allerdings zeigen können, dass auch die Ausstattung einer von einem Vorgänger übernommenen Kaufimmobilie den Preis des Objekts maßgeblich bestimmt.

Mit der Ausstattung ist natürlich nicht gemeint, was in der Wohnung so herumsteht, schließlich möchte jeder sein neues Eigenheim selbst mit Möbeln etc. ausstatten, das ist klar. Es geht hierbei eher um die Substanz, aus der das Haus gebaut ist, um den Zuschnitt der Zimmer, um große Badezimmer, um die im Haus verbaute Technik und die anfallenden Kosten für Energie. Ein Haus auf der anderen Straßenseite kann, egal wo in Deutschland, durch seine bessere Ausstattung gleich um ein Viertel oder gar um die Hälfte teurer sein als sein Gegenüber mit einer schlechten Ausstattung. Exemplarisch für diese Schere führt „Finanztest“ die Lage in Berlin an. In einer guten Lage kann der Quadratmeter hier je nach oben aufgezählten Eigenschaften entweder 1.725 Euro kosten – oder eben auch 2.610 Euro.

Doch es spielt natürlich weiter eine große Rolle, wo sich das Objekt befindet. Betonklötze an stark befahrenen Straßen als Nachbargebäude, ein schlechter Ruf des Viertels als Drogenumschlagsplatz oder schlicht nicht vorhandene Möglichkeiten zum Einkaufen lassen die Preise ins Bodenlose stürzen, was man besonders im Fall des Wiederverkaufs merkt. Befindet sich die Immobilie dagegen in einer Gegend mit vielen Läden und Geschäften, mit viel Grün und guter Innenstadtanbindung, macht sich das sofort im Preis bemerkbar. Dabei sind Eigentumswohnungen in guten Lagen im Verhältnis des Quadratmeterpreises gleich noch einmal teurer als Häuser.

Das Preisgefälle in Deutschland bleibt der Studie zufolge weiter bestehen. So hat „Finanztest“ errechnet, dass die Preise in Baden-Württemberg und Bayern weiterhin am höchsten sind. 3.000 Euro kostet der Quadratmeter im Schnitt bei Objekten der Mittelklasse. In den nördlichen Bundesländern und fast überall im Osten liegen die Preise deutlich darunter, teilweise bei der Hälfte der Südpreise. Im Osten stellt sich die Lage laut Studie so dar: Es ist überall günstig, bis auf Berlin und Umgebung, die Ostseeküste, Dresden und Jena. Immobilien Jena sind also schon in etwa auf dem Niveau von Westdeutschland. Evtl. kann es sich daher als sinnvoll herausstellen, wenn man in andere Städte im Osten investiert um bei Preisannäherungen an die westdeutschen Bedingungen zu profitieren.

Interessenten sollten in jedem Fall beachten, die vermeintlich gewohnt normalen Preise zu bezahlen, so warnt die Studie. Schnäppchen ließen sich so keine machen. Und dort, wo „Immobilien günstig sind, sind sie auch weniger wert“, so „Finanztest“ weiter. Allerspätestens beim Wiederverkaufe zeige sich das, und dann ist in den meisten Fällen viel Geld kaputtgemacht worden. Darum gehört es sich, dass man sich als Käufer vorher genauestens vertraut macht mit den Preisen des Ortes, an den man ziehen möchte, und auch mit der Preisstruktur in der angestrebten Lage. Der Rest, und auch das sollte keinesfalls in Vergessenheit geraten, erklärt sich aus den oben genannten Faktoren der Ausstattung.

Positiv auf den Wert einer Immobilie wirkt sich auch eine Photovoltaikanlage aus, anhand derer man aus der Kraft der Sonne Solarenergie gewinnen kann. Gerade in den letzten Jahren, als es noch hohe staatliche Zuschüsse auf die Einspeisung dieser Energie in das Stromnetz gab wurden auf viele Dächer Solaranlagen errichtet. Interessant zu wissen ist auch, dass eine professionelle Solaranlagenreinigung durchaus sinnvoll ist und die Erträge der Anlage steigern kann.