Die Zinsen steigen nur leichtWer derzeit auf der Suche ist nach guten Angeboten auf dem Immobilienmarkt, muss sich nach Ansicht der FMH-Finanzberatung e.K. keinen Zeitdruck machen – trotz steigender Zinsen. Wie Max Herbst, der Inhaber von FMH, dem Fernsehsender n-tv sagte, bestünde absolut keine Notwendigkeit, übereilte Entscheidungen zu treffen.
Wer derzeit etwa ein Forward-Darlehen benötigt oder eine Anschlussfinanzierung, so berichtete der Sender, könne sich Zeit lassen – Herbst räumte zwar ein, dass die Zinsen derzeit ansteigen, dennoch sei das „Zinsniveau weiterhin gut“, wie er dem Nachrichtenkanal sagte. Und das werde seiner Ansicht nach auch noch eine Zeit lang so bleiben. Ende September war der Effektivzins für Kredite auf Hypotheken auf ein Allzeittief gesunken und lag bei nur noch 3,19 Prozent. Dieser Wert ist in der Zwischenzeit zwar auf 3,22 Prozent angestiegen, was immer noch sehr niedrig ist (Stand 11. Oktober 2011). Wie FMH weiterhin verlauten ließ, müssen Kunden für ein Forward-Darlehen in Höhe von 150.000 Euro bei einer Laufzeit von zehn Jahren sowie einer Vorlaufzeit von einem Jahr momentan einen Zinssatz zwischen 3,17 und 3,22 Prozent bezahlen. Auch diese Werte datieren vom 11. Oktober. Herbst denkt n-tv zufolge, dass die aktuell am Markt herrschende Unsicherheit „noch eine Weile anhalten“ dürfte. Das führe dazu, dass die Zinsen – wenn überhaupt – höchstens sehr moderat ansteigen. Das verschafft denen, die derzeit Immobilienangebote suchen und prüfen, deutlich mehr Zeit: Wer jetzt überstürzt einsteigt, weil er einen hohen Zinssatz befürchtet, handelt unbesonnen. Gleichzeitig warnt Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg die Kunden davor, sich von günstigen Darlehen verführen zu lassen, wie die Zeitung „Die Welt“ berichtete. „Ob die Zinsen gerade historisch niedrig sind oder nicht, ist überhaupt nicht entscheidend“, so Nauhauser, eine so teure und weitreichende Investition dürfe man nicht allein vom Zinsniveau abhängig machen. Markus Feck von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen pflichtet ihm bei: „Bei einer kompletten Finanzierung auf Pump dagegen sagen wir: Finger weg!“, wie Feck der „Welt“ sagte. Egal, welchen Zinssatz man bekomme, die Belastung aus Zins plus Tilgung dürfe nicht mehr als 40 Prozent des Haushaltseinkommens betragen, damit die Hypothek keine Probleme macht, heißt es in dem Artikel. Feck sagte weiter, es sei wichtig, die Raten aus dem laufenden Einkommen bezahlen zu können. Diese Mitteilung, dass auch in der nahen und evtl. sogar mittleren Zukunft kein starker Anstieg der Zinsen erwartet wird muss für viele Immobilieninteressierte oder zukünftige Bauherren sehr gut klingen. Nun kann man überlegen, ob man einfach weniger Kredit aufnimmt oder die monatliche Belastung konstant hält im Vergleich zu einem Kredit vor einigen Jahren und sich dafür bei Möbeln, Küchen, Fußböden oder ähnlichem im qualitativ höherpreisigen Segment umschaut. Auch für Immobilienbesitzer ist es natürlich in solchen Zeiten eine Überlegung wert sein Geld von dem Sparbuch zu nehmen und Anschaffungen oder Renovierungen an der Immobilie zu tätigen. |

