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Die Preisentwicklung seit der Krise.

Die gute Nachricht zuerst. Das Forschungs- und Beratungsunternehmen F+B sieht nicht, dass es in Deutschland zu einem ähnlich dauerhaften Anstieg der Immobilienpreise kommen wird wie in anderen europäischen Ländern. Auf der anderen Seite könnte man sagen: Die Preiserhöhung hat längst stattgefunden, und das vor allem dort, wo die Kosten sowieso schon nicht die niedrigsten sind. Dennoch kommt Deutschland unter dem Strich gut weg.

 

Während der weltweiten Finanzkrise, die 2009 auch hierzulande ihren Höhepunkt hatte, schossen bei uns die Preise insbesondere für Eigenheime rasant in den Keller. Um bis zu 20 Prozent gingen die Werte zurück. Allgemein wurde 2009 angenommen, dass der Preisverfall weitergehe, doch die düsteren Prognosen haben sich nicht bewahrheitet, die Preise haben sich im Gegenteil wieder auf Normalmaß eingependelt. Im Vergleich zu Großbritannien oder – erst recht – den USA ist Deutschland also auch auf diesem Gebiet verhältnismäßig gut durch die Krise hindurch gekommen. Schon seit Ende 2010 zeigt die Entwicklung der Immobilienpreise für Wohnhäuser deutlich nach oben. Vor allem die zu erwartenden steigenden Zinsen dürften dazu führen, dass Immobilien bald wieder teurer werden – gut für Staat und Wirtschaft, nicht ganz so gut für den Käufer. Besonders in urbanen Gegenden dürfte diese Entwicklung zum Tragen kommen. Die allgemein befürchtete, zu restriktive Vergabe von Krediten jedenfalls ist in vollumfänglicher Schärfe nicht eingetreten.

Inzwischen profitiert nicht zuletzt der Immobilienmarkt von der sich bestens entwickelnden Konjunktur im Lande. Der Standort wird für Investoren um einiges interessanter, was allerdings zur Folge hat, dass die Mieten vielerorts steigen. Allerdings ist diese Entwicklung im internationalen Vergleich eine moderate. Das Risiko am Immobilienmarkt ist derzeit sehr gering, was viele Private Equity-Fonds – vor allem aus den USA – dazu verleiten dürfte, Immobilienkäufe und Immobilienkreditkäufe zu tätigen. Die Investoren scheinen also darauf zu vertrauen, dass die in Deutschland getätigten Anlagen Stabilität garantieren.

Das dürfte allerdings dazu führen, dass die Preise für Häuser und Wohnungen ansteigen werden. Was heute bereits viel kostet, wird noch teurer, das gilt vor allem für Großstädte: Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Düsseldorf und Stuttgart kennen bereits die teils sehr hohen Preise. Die Häuserpreise in Berlin sind im Vergleich dazu sehr niedrig, allerdings lässt der Immobilienindex IMX den Schluss zu, dass die Preise für Neubauten in Berlin über denen von München liegen.

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