Die Nachfrage nach Büro- und Gewerbeflächen steigtDer Wirtschaftsaufschwung sei „bei gewerblichen Investoren angekommen“, titelte das „Handelsblatt Online“ am 12. Juli enthusiastisch, „dem deutschen „Wirtschaftswunder“ und der steigenden Nachfrage nach Büro- und Gewerbeflächen sei Dank“. Und zitiert den Immobilienexperten Marcus Lemli (Beratungshaus Jones Lang LaSalle) so: „Deutschland wird mehr denn je als ein Hort der Stabilität in einer Welt gesehen, deren Unsicherheiten und Risiken zunehmen“. Die Wirtschaft braucht gute Nachrichten, so viel ist klar, aber passt das in eine Woche, in der die europäischen Finanzminister den Spekulationen gegen Italien Einhalt gebieten müssen?Wer allein die Zahlen betrachtet, müsste die Frage deutlich mit Ja beantworten. Gewerbe- und Büroflächen erfahren tatsächlich gesteigertes Interesse, und offenbar neigen Unternehmen inzwischen sogar schon wieder dazu, selbst Bürotürme bauen zu lassen. Das alles trägt zur Belebung auf dem Immobilienmarkt enorm bei – auch, wenn die guten Nachrichten bis jetzt nur für westdeutsche Großstädte gelten: Hamburg, Frankfurt und München sind hier die üblichen „Verdächtigen“. Das Anlagevolumen steigt stetig, der Grund dafür ist einfach. Bis vor kurzem galt es als Investor noch als äußerst unwahrscheinlich, die entstehenden Flächen an Interessenten vermieten zu können, zu sehr wirkte die Krise noch nach. Doch „das Vertrauen kehrt allmählich zurück“, weiß das „Handelsblatt Online“; Zahlen von BNP Paribas Real Estate belegen offenbar, dass von elf Milliarden Euro, die in den ersten beiden Quartalen in Deutschland in gewerbliche Immobilien investiert wurden, sieben Prozent auf Entwicklungsgrundstücke entfallen sollen – das wären 770 Millionen Euro. Nun wird erwartet, dass die Gesamtinvestitionen sich 2011 auf deutlich über 20 Milliarden aufsummieren. Deutlich weniger als vor der Krise, „aber ein Schritt hin zur Normalität“, wie das Magazin schreibt. Das ziehe auch nach sich, dass ausländische Investoren wieder vermehrt in Deutschland anlegen könnten und nennt einen Experten (allerdings nicht beim Namen), der sich wie folgt zitieren lässt: „Die sitzen seit der Finanzkrise auf einem Haufen Geld und müssen für ihre Fonds nun dringend investieren“. Zudem sagte der Insider dem „Handelsblatt online“, dass „etliche Details in Vorbereitung“ seien. |

