Gute Perspektiven für den Berliner Immobilienmarkt – die GSW ist ein NutznießerBerlin, so heißt es immer, sei ja so günstig. Restaurants, Bars, das Einkaufen, ja die Lebenshaltungskosten generell: alles billig. Stimmt das? Jein, muss die Antwort lauten. Denn natürlich liegen die Preise in Berlin unter dem Durchschnitt vieler anderer deutscher Großstädte, doch in beliebten Bezirken ziehen sie seit geraumer Zeit auch mächtig an. Das gilt auch und gerade für Wohnraum. Der ist immer noch recht preiswert zu haben, ob als Kauf- oder als Mietobjekt, doch die Analysten von Warburg Research sagen nun, dass die Preise in den kommenden Jahren deutlich nach oben gehen werden. Sicherste Anzeichen hierfür: die zunehmende Knappheit an Wohnungen, was gleichzeitig immer weniger Leerstand bedeutet.Nur drei Prozent aller Wohnungen stehen demnach derzeit leer, und diese Quote ist rückläufig. Sie gilt in erster Linie für Wohnraum im unteren bis mittleren Segment, da Neubauten derzeit vor allem das obere Segment abdecken. Oberster Nutznießer dieser Umstände ist derzeit die GSW Immobilien AG, Berlins führendes an der Börse notiertes Immobilienunternehmen, dem aktuell knapp 49.000 Wohnungen gehören mit einer Wohnfläche von drei Millionen Quadratmetern im Wert von etwa 2,6 Milliarden Euro, so Warburg Research. Die GSW zeigt den Mitbewerbern derzeit, wie man es richtig macht, so Warburg: Auf günstigen Wohnraum setzen. 4,92 Euro Miete pro Quadratmeter, das ist das GSW-Mittel, führt zu einer Auslastung von derzeit 97,3 Prozent, womit das Unternehmen den Leerstand seit 2006 von 3,7 auf nun 2,7 Prozent hat absenken können, wie Warburg ermittelte. Und die Wohnungsknappheit im unteren und mittleren Preissegment dürfte zunehmen, so die Experten; neu gebaute Miethäuser zielen aktuell mehr auf die Mieter mit praller gefülltem Portemonnaie. Dabei zahlt es sich für die GSW ebenfalls aus, dass der Quadratmeterpreis um etwa sieben Prozent unter dem Berliner Durchschnitt liege und dass das Unternehmen Wohnungen nur in ganz seltenen Fällen veräußere, so Warburg Research weiter. Das GSW-Management habe „in der Branche einen ausgezeichneten Ruf“, heißt es. Neben den etwa 49.000 eigenen Wohnungen verwaltet die GSW darüber hinaus etwa 16.000 Objekte für Dritte. Es sieht ganz so aus, als würde die Strategie des Unternehmens voll ins Schwarze treffen. |

