Altersvorsorge mit der eigenen Immobilie: So planen Sie richtig

Altersvorsorge Beratungsgespräch

Wohneigentum gilt als ideale Altersvorsorge, denn Immobilien sind ein stabiler Sachwert. Allein mit dem Eigenheim lässt sich der Lebensstandard im Rentenalter allerdings oft nicht bewahren. Dazu empfiehlt sich zusätzlich eine Kombination verschiedener Vorsorgeprodukte, deren Erträge im Alter die Haushaltskasse aufbessern. Lesen Sie hier, wie Sie Ihre Immobilie zur Zukunftssicherung nutzen und gleichzeitig finanzielle Spielräume bewahren.

Eigenheim beliebteste Altersvorsorge

Die eigenen vier Wände sind einer Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) zufolge noch vor den Lebensversicherungen die beliebteste Methode, um Rücklagen für das Alter zu schaffen. Klassische Geldanlagen bieten derzeit nur geringe Renditen, demgegenüber liefern die niedrigen Baufinanzierungszinsen einen hohen Anreiz zum Immobilienerwerb.

Größter Vorteil: mietfreies Wohnen im Alter

Ist die Immobilie bis zum Renteneintrittsalter abbezahlt, fällt die monatliche Belastung dafür weg. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes sparen Eigenheimbesitzer mehr als 500 Euro Mietkosten pro Monat, sobald die Immobilie abbezahlt ist. Ein weiterer Pluspunkt: Für diese Mietersparnis fallen weder Sozialabgaben noch Steuern an, während für Zinserträge anderer Anlagearten Kapitalertragssteuer fällig wird. Dennoch sollte das Eigenheim nicht als einziges Standbein zur Altersvorsorge genutzt werden, denn die Immobilie kann an Wert verlieren, und für Instandhaltungskosten sollten zusätzlich Rücklagen aufgebaut werden.

Immobilie im Alter oft sanierungsbedürftig

Im Rentenalter kommt nicht nur der Eigentümer in die Jahre, sondern auch seine Immobilie. Das Dach muss repariert werden, die Fenster erneuert, und nach einigen Jahrzehnten bedarf meist auch das Interieur einer Modernisierung. Wer bis dato neben dem Eigenheim keine zusätzlichen Ersparnisse aufgebaut hat, gerät nun in Schwierigkeiten. Darüber hinaus ist gerade das Rentenalter für viele ein neuer Lebensabschnitt, in dem man noch mal etwas erleben, auf Reisen gehen oder einen lang ersehnten Wunsch finanzieren möchte. Für solche Fälle ist es vorteilhaft, die staatliche Rente durch private Vorsorgemaßnahmen zu unterstützen.

Zusatzvorsorge planen mit Betriebsrente, Riester oder Rürup

Eine gute Ergänzung zur staatlichen Rente ist die Betriebsrente, denn sie zeichnet sich durch gute Renditen aus und bringt einen Steuervorteil mit sich, da ihre Beiträge dem Bruttogehalt entnommen werden. In Deutschland sind Arbeitgeber mit wenigen Ausnahmen dazu verpflichtet, ihren Angestellten hierzu Möglichkeiten zu eröffnen und Zugang zu Pensionskassen zu verschaffen. Für angestellte Arbeitnehmer lohnt sich darüber hinaus die Riester-Rente. Sie wird staatlich bezuschusst und bietet Ihnen drei verschiedene Varianten: das Riester-Fondssparen, die Riester-Rentenversicherung und den Riester-Banksparplan. Lassen Sie sich hierbei von einem Spezialisten beraten, um herauszufinden, welche am besten zu Ihnen passt. Für Freiberufler und Selbständige wurde als Alternative die Rürup-Rente ins Leben gerufen, die den gleichen Zweck erfüllt.

Garantiezinssenkung: Lohnt sich die Lebensversicherung noch?

Der für Lebensversicherungen festgelegte Garantiezins wurde vom Bundesfinanzministerium in den letzten zwei Jahrzehnten stark gesenkt. Boten die Versicherungsgesellschaften ihren Kunden im Jahr 1994 noch bis zu vier Prozent, so werden bei einem heute abgeschlossenen Neuvertrag nur noch 1,75 Prozent garantiert. Dadurch gestaltet sich die Lebensversicherung als zusätzlicher Baustein zur Altersvorsorge wenig rentabel. Als Angehörigenabsicherung erfüllt sie nach wie vor ihren Zweck. Geht es dem Versicherten aber in erster Linie um den Erhalt des eigenen Lebensstandards im Alter, sollte bevorzugt auf Geldanlageprodukte mit höheren Renditechancen zurückgegriffen werden.

Fazit

Das eigene Dach über dem Kopf ist ein guter Grundstein für Ihre spätere Absicherung. Mit weiteren Vorsorgemaßnahmen sorgen Sie dafür, dass der Unterhalt Ihrer Immobilie für Sie im Rentenalter nicht zur Last wird, und Sie sichern sich gleichzeitig finanzielle Möglichkeiten, mit denen Sie Ihren Lebensstandard auch in dieser Lebensphase aufrechterhalten.

Das Redaktionsteam des Finanzdienstleisters Dr. Klein und des Online Finanzportals vergleich.de sitzt in Berlin und berichtet regelmäßig über die Geschehnisse der Finanzwelt. Unter anderem betreut es das Dr. Klein und das vergleich.de Blog.

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